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Vitos Weilmünster: Unterschriftensammlung für faire Krankenhausfinanzierung
Die Lebenshaltungskosten steigen von Tag zu Tag. Was bei den Verbrauchern für Ärger sorgt, bereitet auch den 180 hessischen Kliniken zunehmend Probleme. Weil ihr Kostendruck zunimmt und die Krankenkassen gleichzeitig Milliardenüberschüsse erwirtschaften, sammelt Vitos Weilmünster jetzt Unterschriften für eine faire Krankenhausfinanzierung.
Die landesweit von der Hessischen Krankenhausgesellschaft (HKG) ins Leben gerufene Aktion richtet sich direkt an den Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), der dazu aufgefordert wird, die Krankenhäuser mit einer „fairen und ausreichenden Finanzierung“ auszustatten. Die Krankenhäuser stehen vor einer schwierigen wirtschaftlichen Situation, da die Kostenschere immer weiter auseinander geht: Die Einnahmenhöhe ist von der Bundesregierung festgelegt und wird voraussichtlich unter dem allgemeinen Preisanstieg liegen. Kostensteigerungen sind vor allem bei den Ausgaben für Energie und bei den Tariflöhnen zu erwarten. Aber: Krankenhäuser, deren Einnahmen gesetzlich begrenzt werden und deren Kosten zwangsläufig steigen, können langfristig nicht überleben. Aus diesem Grund fordert Vitos Weilmünster gemeinsam mit der HKG einen kurzfristigen Ausgleich der Mehrkosten für Krankenhäuser und verlässliche Rahmenbedingungen zur Sicherstellung der Versorgung. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, beteiligt sich Vitos Weilmünster daher an einer landesweiten Unterschriftensammlung, die Patienten, Angehörige und Beschäftigte zur Unterstützung der hessischen Kliniken aufruft. „Damit auch in Zukunft eine gute Gesundheitsversorgung in den Regionen unseres Bundeslandes sichergestellt ist“, wie die HKG betont.
Die gesammelten Unterschriften sollen in einer Pressekonferenz der HKG präsentiert und schließlich dem Bundesgesundheitsminister übergeben werden.
Nach Angaben der HKG versorgen 70.000 engagierte Krankenhausbeschäftigte allein in den hessischen Kliniken rund 1,2 Millionen Menschen jährlich. Darüber hinaus sicherten die Gesundheitsbetriebe rund 8.000 Ausbildungsplätze.
Weitere Informationen zu der Aktion unter http://www.hessische–kliniken.de/
