Weilmuenster
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Dauerausstellung

Eine Ausstellung im Sozialzentrum der Vitos Weilmünster zur hundertjährigen Geschichte widmet sich in besonderer Weise den Geschehnissen während der Zeit des Nationalsozialismus.
Die damalige Landesanstalt Weilmünster gehörte zu den größten der neun Zwischenanstalten für die „Euthanasie“ - Anstalt Hadamar. Zwischen Februar und August 1941 wurden von Weilmünster 2595 Patienten nach Hadamar deportiert. Nachdem die Gasmordaktion im August 1941 gestoppt wurde, wurden in Weilmünster weiterhin Patienten aus anderen Anstalten aufgenommen. Dieses führte zu einer permanenten Überbelegung, z.B. war die Anstalt zeitweise mit über 2000 Menschen belegt. Die Patienten starben nun infolge gezielten Nahrungsentzugs, durch mangelnde Hygiene, mangelnde Pflege und Kälte. Auch Medikamentenmorde sind sehr wahrscheinlich. Von 1940 - 1945 starben in Weilmünster über 3000 Patienten.
Insgesamt bedeutet der Aufenthalt in Weilmünster in den Jahren 1940 - 1945 für über 6000 Menschen - einschließlich der nach Hadamar verlegten - den Tod.
Die Ausstellung soll an die Opfer dieser Gewalttaten in der Vergangenheit erinnern, sie möge aber auch als Mahnung verstanden werden, die Würde der heute kranken, behinderten und hilfsbedürftigen Menschen zu achten.
